Regenwassertonne – ideal zum Wasser sparen

Regenwassertonne - ideal zum Wasser sparenImmer mehr Menschen bemerken, dass Wasser ein immer kostbareres Gut ist. Ein Zustand, der sich auch in den nächsten Jahren vermutlich nicht ändern wird. Die Jahre werden immer trockner. Freuen wir uns auf der einen Seite über das schöne Wetter und die Option, die freie Zeit draußen zu verbringen, so sind wir andererseits besorgt, weil die Natur ebenfalls unter der Hitze leidet. Aber wenn es regnet, können wir etwas tun. Wir können vorsorgen und Wasser in Regentonnen auffangen, das später für das Sprengen / Gießen von Beeten mit Zier- und Nutzpflanzen verwendet wird. Seien Sie einer von vielen, denn immer mehr Menschen schließen sich dem Trend an und „ernten“ Wasser, mit Hilfe von Regentonnen. Fakt ist: Wasserernten ist kinderleicht und kann von (nahezu) jedem durchgeführt werden.

Was mache ich mit geerntetem Wasser?

Jeder, der einige Blumenkübel, einige kleine Blumen- und / oder Nutzbeete besitzt, wird diese Frage nicht stellen. Denn er freut sich immer über Regenwasser für seine Beete. Selbstverständlich sind auch die Bäume und Sträucher begeistert, wenn sie angewärmtes Regenwasser anstelle von kalten Leistungswasser erhalten. Was viele Gartenbesitzer nämlich gar nicht wissen, ist die Tatsache, dass viele Pflanzen überhaupt kein kaltes Wasser vertragen. Sei es, dass der Wurzelstoffwechsel dauerhaft geschädigt wird oder sich andere Komplikationen im Wachstum einstellen. In diesem Punkt müssen wir uns wohl oder übel überraschen lassen.

Viele Menschen, egal ob sie nur einige Balkonkübel besitzen oder einen großen Gemüsegarten, können das öffentliche Wassernetz entlasten, indem sie das Regenwasser, das nicht nur freiwillig, sondern auch noch vollkommen kostenfrei vom Himmel fällt, für ihre Pflanzen nutzen. Und ganz nebenbei wird auch noch das eigene Wasserbudget entlastet. Denn im Gegensatz zum Wasser aus dem Wasserhahn ist das Regenwasser kostenfrei, von den Anschaffungskosten für die Regenwassertonnen einmal abgesehen.

… nur Pflanzen?

Nein, natürlich kann man, wenn man ausreichend Wasser geerntet hat, auch die Steinplatten der Einfahrt, die Terrasse oder andere Dinge mit diesem Wasser säubern. Wichtig ist nur, dass man es für diese Zwecke eventuell noch durch einen Filter schicken sollte. Hierfür werden diverse Systeme angeboten, sodass noch viel mehr als nur Gießwasser vom Himmel fällt.

Sollten Sie über ein geschlossenes System zur Verwendung als Toiletten-Spülwasser oder gar zum Waschen der Wäsche nachdenken, dann ist dieser Ansatz aus umwelttechnischen Gründen auf jeden Fall zu begrüßen. Allerdings reichen hier die Wassertonnen nicht aus. Lassen Sie sich in diesem Fall intensiv beraten, bevor ein unausgereiftes System installiert wird, das nicht funktioniert oder, noch schlimmer, mit Bakterienentwicklung oder ähnlichem einher geht. Die Unterstützung des Fachmanns ist bei diesem Projekt auf jeden Fall angesagt.

Was brauche ich zum Wasserernten?

Das Wasserernten von dem hier die Rede ist für jeden Hausbesitzer sowie jeden Wohnungsmieter, der eine eigene Regenrinne verfügt, ein Klacks. Man benötigt nicht mehr als eine Regentonne mit Deckel und Auslaufhahn, ein Fallrohr, eine Regenwasserklappe für das Fallrohr und einen Abfluss oder eine Sickergrube am Überlauf. Dann kann er eigentlich schon beginnen, der Regen.

Wer keine Wassertonnen vor seinem Haus stehen haben möchte, weil es ihm optisch ein Dorn im Auge ist, der kann sich auch einen unterirdischen Tank vor das Haus setzen lassen. Dieser ist für alle unsichtbar, mit einem Filtersystem versehen, sodass „sauberes“ Regenwasser hineinfließt. Verschiedene Methoden können zur Reinhaltung des Wassers verwendet werden. Dieses Zisternenwasser wird dann über einen Wasserhahn mit Pumpsystem emporgeholt, um seinem Zweck zugeführt zu werden. Hier können vielen Varianten angewandt werden.

Die Pflege von Regentonnen

Richtig – die Regentonnen sollten selbstverständlich regelmäßig vollständig entleert und gereinigt werden. Vergessen wir nicht, was für Staubschichten sich auf den Dächern befinden können, die natürlich mit dem Wasser abgespült werden und in der Regentonne landen. Deshalb sollte man auch niemals den letzten Wasserrest auf ein Nutzbeet ausbringen. Man weiß nie, welche Schadstoffe sich dort unten abgelagert haben. Den Zierpflanzen hingegen macht diese kleine Algenschicht nichts aus. Den grünlichen Belag kann man einfach in die Erde einarbeiten.

Ist das Restwasser entleert, sollte die Regenwassertonne einmal mit einer leichten Lauge gereinigt werden. Am besten wird diese Reinigungsaktion im Frühjahr und im Herbst durchgeführt. Das ist schnell gemacht, sodass man sich schnell wieder schöneren Dingen widmen kann.

Mehr als eine Regenwassertonne

Sie haben Recht: Wirklich viel passt nicht in eine Regenwassertonne. Sicherlich werden diesbezüglich unterschiedliche Größen angeboten. Wer aber einen großen Garten besitzt, wird mit einer einzigen Tonne nicht glücklich. Deshalb haben sich findige Köpfe dieselben zerbrochen, um die Frage, wie man mehrere Tonnen hintereinander schließen kann, lösen zu können. Und sie sind natürlich fündig geworden: Mehrere Regentonnen werden mit passenden Verbindungsstücken versehen, sodass der Überfluss stets in die nächste Tonne fließt. So können beliebig viele Tonnen hintereinander gesetzt werden.

ACHTUNG: Bitte sauber halten

Nicht nur die Regenwasserbehälter müssen sauber gehalten werden. Selbiges gilt für die Regenrinnen. Am besten werden sie mit Blätternetzen versehen. So wird von vornherein verhindert, dass sich Blätter und grober Schmutz in ihnen sammelt. Der abgelagerte Feinstaub kann bei der halbjährigen Reinigungsaktion, wenn die Tonnen nicht angeschlossen sind, herausgespült werden. Hat sich Schmutz festgesetzt, sollte er mit einer weichen Bürste oder einer kleinen Schaufel entfernt werden.

Das Problem ist nämlich folgendes: Je mehr Schmutz in die Regenwassertonne gespült wird, desto schneller können sich Keime bilden, die dann später auf den Beeten ausgebracht werden. Krank werden möchte ja niemand, nicht wahr?

Bitte nur geschlossen …

Egal, für welches Wassertonnenmodell Sie sich entscheiden, achten Sie unbedingt darauf, dass ein möglichst fester Deckel aufliegt. Ist dieser nicht vorhanden, sollte zumindest ein stabiles Fliegengitter aufgelegt werden. WARUM? Nun, JEDE Regenwassertonne muss gesichert werden, damit Vögel und Kleintiere inklusive Katzen nicht auf der Suche nach Wasser hineinfallen und elendig ertrinken. Das zweite Argument ist ebenso wichtig: Jeder offene Regenwasserbehälter eignet sich fantastisch als Brutstätte für Mücken! Ja, es ist durchaus bewundernswert, wenn Sie den insektenfressenden Vögeln zu einem größeren Nahrungsangebot verhelfen wollen. Keine Frage. Aber glauben Sie es ruhig: Sie werden es bereuen. Denn die Mücken werden sich nicht nur todesmutig in die Schnäbel der Vögel stürzen. Zuvor werden sie auf der Suche nach einem Opfer sein, das sie auf der Suche nach Blut für ihren Nachwuchs, der in Ihrer offenen Regenwassertonne heranwächst, aussaugen können. Tja, also doch besser einen Deckel besorgen, richtig?